Was ist Motivation?


Motivation im psychologischen Sinne ist nicht das, was dieses Wort im alltäglichen Zusammenhang - etwa mit schulischer, sportlicher oder beruflicher Leistung - bedeutet,also z.B. eine hohe Bereitschaft zur Leistungserbringung. Vielmehr steht der psychologische Motivationsbegriff für einen Drang zu Aktivität, ob sie nun nützlich ist oder nicht, sondern istim wesentlichen neutral. Hohe Motivation ist daher weder gut noch schlecht und enthält imfachpsychologischen Sprachgebrauch keine Bewertung.


Die Motivation ist unsere psychische Kraft, die das Verhalten antreibt, beeinflusst undentscheidet, ob eine Handlung ausgeführt oder unterlassen wird. Sie ist die Voraussetzung für dieUmsetzung von Zielen und das Erreichen des Erfolgs.

 

Wovon hängt die Höhe der eigenen Motivation ab?

Zum einen hängt das Motiviertsein, ein Verhalten zu zeigen davon ab, ob man aus sich heraus ein Ziel verfolgt oder ob es Anreize von außen gibt, die einen dazu bringen, motiviert zu handeln.
Zum anderen spielen Emotionen eine wichtige Rolle, denn wir wiederholen die Verhaltensweisen,die positive Gefühle hervorrufen und vermeiden solche, bei denen negative Emotionen auftreten.Emotionen sind es, die Menschen letztlich dazu bringen, sich auf wichtige Ziele hin zu bewegen.Die durch emotionale Situationen hervorgerufene physiologische Erregung kann erforderlich sein,um Menschen zur optimalen Leistung zu bringen. Emotion und Motivation sind demnach nichtverschiedene psychische Prozesse, sondern bedingen sich gegenseitig.
Außerdem nehmen unsere Gedanken Einfluss auf unsere Motivation. Sie spielen insofern eine Rolle, als sie Auskunft über die Chancen des Erreichens eines Ziels Aufschluss geben, d.h. wir können mit Hilfe unseres Denkens abschätzen, wie realistisch es sein wird, dass wir uns zielgerichtet bzw. erfolgsorientiert verhalten. Wir rechnen also fördernde und hemmende Umstände mit ein.

 

Warum kann es zu Motivationseinbrüchen kommen?

Die Gründe für Motivationseinbrüche sind vielfältig. So können zu hoch gesteckte Ziele, egal obim Beruf, im Sport oder im Privatleben, dazu führen, dass sich ein Gefühl des Scheiterns verstärkt.Im Gegensatz dazu kann chronische Unterforderung dazu führen, dass man die Freude an einerTätigkeit verliert, was dann dazu führt, dass man sich weniger engagiert, womit die ursprünglichgesetzten Ziele natürlich auch nicht erreicht werden können.Zu wenig Anerkennung, nicht nur von anderen, sondern auch sich selbst gegenüber kann ebenfallsdazu führen, dass die Motivation sinkt.

 

Wie kann man seine Motivation wieder steigern?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Zunächst ist es wichtig zu schauen, was genaudie Gründe für die gesunkene Motivation sind. Erst dann, wenn man die Gründe kennt, kann in einem sehr bewussten Prozess neue Motivation entstehen. Zudem lernt man sich besser kennen,kann den nächsten „Durchhängern“ vorbeugen und seine Ziele motiviert angehen!

 

Motivationsaufbau in Essen - Dipl. Psychologin Julia Weide